Lektion 37 - Wie soll sich ein Christ kleiden?

Wenn wir Jesus wirklich lieben, dann werden wir eifrig darum bemüht sein, ihn auch mit der Art und Weise wie wir leben, zu verherrlichen. Die alltäglichsten Dinge sind hier miteingeschlossen: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Wie gehen wir mit unserem Geld um? Womit verbringen wir unsere Zeit? Wir tun das nicht, um uns damit das Heil zu verdienen, sondern vielmehr, weil wir das Heil in Jesus gefunden haben. Aber wenn Jesus in unserem Herzen wohnt, dann werden wir beständig nach Wegen suchen, wie wir ihm gefallen und wie wir ihm unsere Liebe zeigen können. Tag für Tag werden wir ihm dann ähnlicher werden.

1. Wie will Gott uns im Leben leiten?

Psalm 32,8.9

Anmerkung: Gott findet keinen Gefallen daran, uns ständig anzutreiben. Er hat auch nicht Freude, wenn wir ihm stattgeben und seinen Anweisungen folgen, weil wir uns vor der Strafe fürchten. Er sehnt sich vielmehr nach Menschen, die auf die kleinste Kundgebung des göttlichen Willens reagieren. Nur wer Gott über alles liebt und nach Gelegenheiten Ausschau hält, um Gott in allen Teilen seine Liebe zu zeigen, wird erkennen, wenn Gott ihn liebevoll zurechtweist. Solche Menschen studieren die Bibel mit der alleinigen Absicht, um herauszufinden, was Gott gefällt. Wenn Gott ihnen seinen Willen offenbart, so gehorchen sie ihm augenblicklich. Das ist der Hauptinhalt wahren Christentums.

2. Soll uns unsere Kleidung ganz in Anspruch nehmen? Wie denkt Jesus darüber?

Lukas 12,22.23.28

Anmerkung: Als Christen sollten wir stets danach trachten, gepflegt und sauber zu erscheinen. Aber hier geht es um mehr. Wir sollen darauf achten, dass unsere Gedanken nicht vollständig davon in Anspruch genommen werden, was wir anziehen sollen. Gott will auch nicht, dass wir uns über die zukünftigen Bedürfnisse Sorgen machen.

3. Was sollten christliche Frauen nicht tragen?

1. Timotheus 2,9

Anmerkung: Dieser Text gibt klare Richtlinien, wie unsere Kleidung aussehen soll: bescheiden und zweckmässig. Auf ausgefallene Haarschnitte, Gold oder kostspielige Gewänder soll verzichtet werden.

4. Was musste das alte Volk Israel mit dem Schmuck tun nach einem schrecklichen Abfall?

2. Mose 33,5.6

5. Was vergrub Jakob zusammen mit den Hausgötzen, als er sich auf die Begegnung mit dem Herrn vorbereitete?

1. Mose 35,1-4

Anmerkung: Bethel war für Jakob eine äusserst heilige Stätte. Es war der Ort, an dem er sich vor vielen Jahren bekehrt hatte. Bevor sie sich dort weihen konnten, verlangte Jakob von seiner Familie, dass sie die fremden Götter, die sie noch besassen, von sich taten. Sie hatten offensichtlich während der Zeit in Mesopotamien einige Praktiken der Heiden angenommen. Es gab aber noch andere Gegenstände, die sie ablegen mussten - Gegenstände, die ebenso heidnischen Ursprungs waren. Siehe dazu besonders 1. Mose 35,4.

In Richter 8,24 lesen wir, dass die Ismaeliter Ohrringe trugen. Der Zusammenhang zeigt uns, dass sie diesen Schmuck zum Zeichen ihres Abfalls vom wahren Gott trugen.

6. Warum wurden all diese Einzelheiten aufgeschrieben?

1. Korinther 10,11

Anmerkung: Am Anfang dieses Kapitels vergleicht Paulus den Durchzug Israels durch das Rote Meer mit der Taufe. Siehe Vers 2. In den Versen 7 und 8 erwähnt er Israels Abfall, als sie um das goldene Kalb tanzten (siehe 2. Mose 32). Kurz darauf in Vers 11 schreibt er, dass alles, was dem Volk Israel widerfuhr, uns zur Warnung aufgeschrieben wurde. Wenn wir sehen, wie Gott bezüglich des Abfalls mit ihnen verfuhr, so können wir für uns eine Lehre daraus ziehen. Seine Aufforderung, vor dem Einzug ins Land Kanaan sämtlichen Schmuck abzulegen, gilt auch für uns, denn wir stehen an der Schwelle zum himmlischen Kanaan.

7. Was tat Isebel in Bezug auf ihr Aussehen, bevor sie Jehu begegnete?

2. Könige 9,30

Anmerkung: Durch den Propheten Jesaja gab Gott eine der stärksten Warnungen gegen Schmuck, die in der Bibel enthalten ist. In Jesaja 3,16-23 begnügt sich Gott nicht damit, einfach ganz allgemein von Schmuck zu sprechen, sondern er zählt verschiedene Gegenstände auf, welche die Frauen Israels in ihrem Abfall getragen hatten. Im folgenden Kapitel (Jesaja 4) ist von einem gereinigten Volk die Rede, von dem Gott den Schmutz abgewaschen hat. Siehe auch Jeremia 4,30.

8. Was trug Israel in den Tagen seines Abfalls?

Hosea 2,15

Anmerkung: Schmuck und Kosmetik sind zwei Dinge, die stets mit dem Abfall von Gott Hand in Hand gingen. Das sollte uns klarmachen, dass Gott keinen Gefallen an solchen Dingen haben kann. Luzifer kam zu Fall, weil er auf sein Aussehen stolz wurde (siehe Hesekiel 28,15-17). Als Teil unserer Vorbereitung auf den Himmel verbietet uns Gott, an solchen Dingen Gefallen zu finden, die uns zum Stolz auf unsere Schönheit verleiten.

9. Wie ist die Frau, die eine abgefallene Kirche darstellt, gekleidet?

Offenbarung 17,3.4

10. Wie ist dagegen die Frau gekleidet, die ein Symbol für die wahre Gemeinde ist?

Offenbarung 12,1

Anmerkung: Diese Frau trägt keinen Schmuck. Und wenn wir die beiden Frauen miteinander vergleichen, so sehen wir, wie Gott künstlichen Schmuck beurteilt.

11. Was stellt die Sonne dar?

Maleachi 3,20

Anmerkung: Christus wünscht sich, dass wir mit seiner Gerechtigkeit bekleidet sein sollen (siehe Offenbarung 19,8). Es ist das Kleid, das alle Erlösten tragen müssen. Die Gerechtigkeit Christi ist sein eigener Charakter, den wir durch den Glauben an ihn empfangen. Und dieser vollkommene Charakter Jesu ist der einzige Schmuck, den der wahre Christ wirklich braucht.

12. Welchen Schmuck sollte gemäss den Worten des Apostels Petrus eine christliche Frau tragen?

1. Petrus 3,3-5

Anmerkung: Dieser Rat an die Frauen lässt sich mit demjenigen des Apostels Paulus in 1. Timotheus 2,9.10 vergleichen, nur dass Petrus sich hier an solche Frauen wendet, die mit einem ungläubigen Mann verheiratet waren.

13. Welches Zeugnis gab Gott über Henoch, bevor er ihn entrückte?

Hebräer 11,5

14. Wonach sollte der Christ in seinem Leben streben?

1. Thessalonicher 4,1

15. Was wird letztlich mit dem unnützen weltlichen Schmuck geschehen?

1. Johannes 2,15-17

Ob etwas vor Gott richtig oder falsch ist, lässt sich nicht mit einem Messinstrument wie z.B. einem Thermometer feststellen. Nicht Quantität, sondern Qualität entscheidet darüber, ob etwas dem Herrn gefällt oder nicht. Die Heilige Schrift zeigt uns, dass Gott an Kosmetik, an Ringen und ähnlichen Schmuckgegenständen keinen Gefallen hat. Es geht nicht um die Frage, ob man viel oder wenig Schmuck trägt. Wenn Gott uns seine Absicht offenbart hat, und wir weichen auch nur im kleinsten davon ab, dann befinden wir uns nicht mehr in Übereinstimmung mit seinem Willen. Trotzdem wollen sich Christen über die Art des Schmucks unterhalten oder wollen bestimmen, wann etwas das Mass der Bescheidenheit übersteigt. Aber im Grunde genommen geht es nicht um diese Dinge an sich, sondern um den Zustand unseres Herzens. Kosmetik und Schmuck sind nur ein Symptom an dem zu erkennen ist, dass wir unser Herz dem Herrn nicht vollständig übergeben haben. Aber wenn wir unser Herz dem Herrn rückhaltlos ausliefern, dann gibt es keine Hindernisse und keine Vorbehalte mehr.