Lektion 4 - Rettung in Christus
Adam und Eva schlossen sich Satan in seiner Rebellion an und trennten sich so selber von Gott dem Schöpfer und Erhalter allen Lebens. Alle geschaffenen Wesen haben kein Leben in sich als das von Gott verliehene. Dadurch, dass sich Adam und Eva von ihrem Schöpfer trennten, sagten sie sich auch vom Leben los. Fortan gab es nur noch eine Möglichkeit, den Menschen zu retten. Um weiterhin ewig leben zu können, was Gottes ursprüngliche Absicht war, musste der Mensch irgendwie dahin gebracht werden, seine Auflehnung zu bereuen. Er musste einsehen, dass er falsch gehandelt hatte und es musste in ihm der Wunsch aufkommen, Gott wieder treu zu sein, seine Grundsätze zu lieben und seinen Geboten zu gehorchen.
1. Was führt uns zur Reue für unsere Sünde bzw. Auflehnung gegen Gott?
Römer 2,4
Anmerkung: Als Satan unsere ersten Eltern überzeugen wollte, sich seiner Rebellion anzuschliessen, da brachte er den Gedanken vor, dass Gott ihnen etwas Wünschenswertes vorenthielte. Das war in der Tat ein entscheidender Punkt bei seinem Vorgehen. Unterschwellig klang da natürlich der Gedanke mit, dass Gott sie nicht wirklich liebe. Adam und Eva glaubten diese Lüge und schlossen sich dadurch Satan in seiner Rebellion gegen Gott an. Doch wie hat Gott darauf geantwortet? Er stellte seine grosse Liebe zu den Menschen unter Beweis. Diese Bekundung seiner Liebe war in ihrer Tiefe unübertroffen. Mit diesem Beweis seiner überwältigenden Liebe wollte Gott den Menschen veranlassen, wiederum zu seinem Schöpfer zurückzukehren. Um dieses Ziel zu erreichen war Gott bereit, die wertvollste aller Gaben zu geben, gewissermassen einen Teil von sich selber - Jesus.
2. Was tat Gott, um uns seine grosse Liebe zu uns auf deutlichste zu zeigen?
Römer 5,8
Anmerkung: Das ganze Universum verwunderte sich, als sie hörten, dass Christus bereit war, sich zu demütigen, um den gefallenen Menschen zu retten. Dass er, der mit dem Vater eins war, und der durch seine Vorsehung die Bedürfnisse aller Kreatur in seiner grossen Schöpfung befriedigte, sich bereit erklären würde, seine Herrlichkeit zu verlassen und die menschliche Natur auf sich zu nehmen, das war in der Tat ein Geheimnis, das die sündlosen Wesen auf den andern Welten zu verstehen versuchten. Siehe dazu 1. Petrus 1,11.12.
3. Wo war Jesus, bevor unsere Erde erschaffen wurde?
Johannes 17,4.5
4. Was sagte Christus von sich selber?
Johannes 8,58
Anmerkung: Jesus erhob für sich den Anspruch, Gott zu sein. Vergl. dazu 2. Mose 3,14. Diesen Anspruch verstanden die Juden im wahrsten Sinne des Wortes. Das kommt in ihrem Zeugnis über Jesus zum Ausdruck und in ihrer Absicht, ihn zu steinigen (Joh. 8,59). Siehe dazu Johannes 5,18 und 19,7.
5. Was wollte Jesus durch sein Opfer erreichen?
Johannes 12,32
Anmerkung: Wenn die Menschen auf den am Kreuz sterbenden Christus blicken, dann wird mancher sich fragen: Warum das? Warum musste er diesen qualvollen Tod erleiden? Wozu ein solches Opfer? Jesus wusste das. Aber wenn Menschen erkennen, dass es Gottes große Liebe ist, die ihn zu dieser Tat bewog, dann wird in ihnen eine zarte Saite berührt und sie werden ihm ihre Liebe erwidern.
6. Was können wir durch Jesu Kraft werden, wenn wir ihn in unser Herz aufnehmen?
Johannes 1,12
7. Was empfangen wir von Gott, wenn wir seine Kinder sind?
Johannes 3,16; 10,10
8. Was bringt uns um unser Leben?
Römer 6,23
9. Wie definiert die Bibel den Begriff "Sünde"?
1. Johannes 3,4
10. Welchen Grund für Jesu Kommen nannte der Engel bei dessen Geburt?
Matthäus 1,21
Anmerkung: Sünde und Tod sind untrennbar miteinander verbunden. Dass Jesus uns erretten und uns das Leben schenken will bedeutet nicht, dass er bloss kam, um uns vom Tod zu erretten, der Folge der Übertretung des Gesetzes Gottes. Das Heil, das Christus uns anbietet, ist eine Errettung von der Sünde selber. Durch sein Opfer und seinen Tod hat Jesus für uns einen Weg geöffnet, dass wir wiederum zum Gehorsam zurückkehren können.
11. Wie zeigt sich, dass wir Jesus wirklich kennen?
1. Johannes 2,3
Anmerkung: Diese Wahrheit muss sich jedem Gemüt fest einprägen. Wenn wir Christus als unsern Erlöser annehmen, dann müssen wir ihn auch als Herrscher anerkennen. Erst wenn wir ihn anerkennen und seinen Geboten gehorchen können wir die feste Zusicherung und das völlige Vertrauen haben, dass Christus unser Erlöser ist. Durch den Ungehorsam haben Adam und Eva ihr Heim, das Paradies, verloren. Adam hat sich nicht überlegt, welches die Folgen seines Ungehorsams sein würden. Nicht Trotz oder üble Worte gegen Gott waren sein Vergehen, sondern die bewusste Missachtung der klaren Anweisung ihres Schöpfers. Im gleichen Augenblick als Adam und Eva die Trennungslinie zwischen Glauben und Misstrauen überschritten und diesen Entscheid durch das Essen der verbotenen Frucht besiegelten, hatten sie einen anderen Gott erwählt. Sie waren nun nicht mehr eine Widerspiegelung des göttlichen Ebenbildes. Fortan beherrschte sie die Selbstsucht, die ihren Ursprung in Satan hat.
12. Das Wesen der Sünde ist Stolz. Aber welche Gesinnung hatte Jesus?
Philipper 2,5-8
Anmerkung: Wenn der Mensch wiederum seine ursprüngliche Stellung einnehmen soll, dann muss er den sorgfältig vorgeschriebenen schmalen Weg des Gehorsams beschreiten. Das eigene ICH mit seiner starken Neigung, unabhängig von Gott zu handeln, muss sterben. Stattdessen müssen wir lernen, vollkommen auf ihn zu vertrauen und ganz von ihm abhängig zu sein.
13. Welche Bedeutung hat Jesu sündloses Leben für uns?
1. Petrus 2,21.22
Anmerkung: Christus nahm die menschliche Natur auf sich und ertrug den Hass der Welt. Er zeigte Männern und Frauen, dass sie ohne Sünde leben können und dass ihre Worte, ihre Taten und ihre Gesinnung für Gott geheiligt sein können. Wenn wir diese Kraft in unserm Leben wirken lassen, wie Christus es tat, dann können wir vollkommene Christen sein.
14. Wie ist der Christ gesinnt, wenn Christus in ihm wohnt?
1. Korinther 2,16
15. Wie stellte sich Jesus Christus zu Gottes Autorität?
Johannes 15,10
16. Was hat Christus seinen Nachfolgern verheissen?
Johannes 14,27
Anmerkung: Der Friede, den Christus dem Gläubigen verheissen hat, ist nicht ein äusserlicher Friede, denn er selbst sagte: "Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater und die Tochter wider ihre Mutter und die Schwiegertochter wider ihre Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein." Matth. 10,34-36. Des Christen Friede ist "Friede im Innern", der durch die Erkenntnis kommt, dass er eins mit Christus ist und so Frieden mit Gott hat.
17. Wodurch weicht alle Furcht von uns?
1. Johannes 4,18
18. Wo wird die vollkommene Liebe erklärt?
Römer 13,10
Anmerkung: Trat jemand während Christi Wirken auf dieser Erde mit der Frage an ihn heran, welches das vornehmste Gebot sei, dann zeigte er deutlich, dass der Ausdruck und das Wesen des ganzen Gesetzes Liebe ist - Liebe zu Gott und Liebe zu den Mitmenschen. Siehe dazu Matth. 22,36-40. Zu sagen, wir lieben Gott und die Mitmenschen, während wir zugleich das Gesetz Gottes ablehnen zeigt, dass wir das wahre Wesen der Liebe nicht erkannt haben.
Die Idee, christliche Liebe könne das Gesetz Gottes ausser Kraft setzen und der Mensch könne selber frei entscheiden, was gut und böse ist, ist nur ein Widerhall der von der Schlange im Paradies gesprochenen Worte: "... ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist." 1. Mose 3,5.
19. Was wird Jesus bei seiner Wiederkunft zu jenen sagen, die vorgegeben, ihm nachgefolgt zu sein, aber ihren Willen nie vollständig im Gehorsam übergeben haben?
Matthäus 7,21-23
Anmerkung: Es ist Satan gelungen, unsere ersten Eltern zu überzeugen, dass Gott sie nicht wirklich liebe. Seinen Worten gemäss könnten sie Gott auch ungehorsam sein und dennoch am Leben bleiben. Sind wir der Auffassung, Jesus sei gestorben, damit wir Menschen weiterhin im Ungehorsam verharren könnten, dann heisst das, dass wir der ersten grossen Lüge glauben. Glauben wir dagegen, dass Gott uns liebt, dann sind wir auch davon überzeugt, dass er niemals ein Gesetz erlassen noch etwas von seinen Geschöpfen verlangen würde, das ihnen nicht zum Wohle gereicht. Glauben wir das nicht, dann zweifeln wir entweder an seiner Liebe oder an seiner Weisheit. Solange unser Herz nicht mit Gottes Willen im Einklang ist, leben wir nach wie vor in der Auflehnung gegen Gott. Wir mögen wohl beteuern, an ihn zu glauben und ihn zu lieben, aber unser Leben spricht eine andere Sprache. Wenn Jesus wiederkommt, dann wird er solche Menschen als das bezeichnen, was sie in Wirklichkeit sind: "Täter der Gesetzlosigkeit".