Lektion 25 - Die Verkündigung des Evangeliums
Der Inhalt dieser Lektion stammt grösstenteils aus dem Gleichnis vom Sämann wie es in Matthäus 13,1-9; Markus 4,1-20; Lukas 8,4-15 berichtet ist.
Christus benutzte in seinen Lehren Dinge der sichtbaren Welt, um seinen Zuhörern geistliche Wahrheiten verständlich zu machen. Er verband die Dinge der Natur und die Lebenserfahrungen seiner Zuhörer mit den Wahrheiten des geschriebenen Wortes. Lektionen von ewigem Wert prägten sich so dem Gedächtnis ein und standen bei der Alltagsbeschäftigung wieder vor Augen. Auf diese Weise wurde ihnen die Wirklichkeit der geistlichen Welt stets in Erinnerung gerufen. Dadurch dass das Natürliche mit dem Geistlichen verbunden wurde, sind diese Gleichnisse Glieder in der Kette der Wahrheit die den Menschen mit Gott und die Erde mit dem Himmel vereinigen.
1. Welche Unterrichts-Methode wandte Christus am häufigsten an?
Matthäus 13,34
2. Wie begründete Christus seine Gleichnis-Predigten?
Matthäus 13,13
Anmerkung: Zu Beginn seines Dienstes redete Christus in so deutlichen Worten zum Volk, dass all seine Zuhörer die Wahrheiten, die er lehrte, hätten verstehen können. Viele waren jedoch nicht vorbereitet, die dargelegten Dinge anzunehmen, geschweige denn zu verstehen. Das war ebenfalls ein Grund, weshalb Christus in Gleichnissen lehrte. Indem er seine Lehren mit Alltagssituationen, mit Erfahrungen der Menschen oder mit der Natur verband, gewann er ihre Aufmerksamkeit und beeindruckte ihre Herzen. Wenn sie später jene Gegenstände wiedersahen, die Jesus in seinen Lehren zur Veranschaulichung gebrauchte, dann riefen sie sich seine Worte in Erinnerung. Auf diese Weise erfassten sie unter dem Einfluss des Heiligen Geistes die Bedeutung der Lektionen, die Jesus ihnen vermittelt hatte.
3. Wie können wir nicht sichtbare geistliche Wahrheiten verstehen?
Römer 1,20
Anmerkung: In all seinen Unterweisungen brachte Christus den Geist des Menschen mit dem Geist des Schöpfers durch die von seiner Hand geschaffenen Dinge in Berührung. Er lehrte sie, Gott in seinen Werken, in seinem Wort und in seiner Vorsehung zu sehen und zu erkennen.
4. Mit was verglich Jesus die Verkündigung des Evangeliums?
Matthäus 13,3
5. Wer wird durch den Sämann dargestellt?
Matthäus 13,37
6. Was stellt die ausgestreute Saat dar?
Lukas 8,11
7. Was sind Christi Worte für uns?
Johannes 6,63
Anmerkung: Jedes Samenkorn trägt das Prinzip der Keimfähigkeit in sich. In jedem Samenkorn findet sich das Leben der Pflanze. Säe den Samen unter den richtigen Bedingungen und das der Pflanze eigene Leben wird sich entfalten.
8. Was empfangen wir, wenn wir Christi Worte in uns aufnehmen?
Johannes 5,24
Anmerkung: In jeder aus Gottes Wort stammenden Verheissung ist Kraft, nämlich das Leben Gottes, durch das das Gebot befolgt und so die Verheissung erfüllt werden kann. Wird dieser Same, das Wort Gottes, durch den Glauben in der Seele aufgenommen, dann wird er den Charakter und das Leben nach dem Wesen und Leben Gottes hervorbringen. Siehe 2. Petrus 1,4.
9. Auf wie manche Art Boden fiel der Same?
Matthäus 13,4-8
10. Von welcher Beschaffenheit war der erste im Gleichnis erwähnte Boden?
Matthäus 13,4
Anmerkung: Der Wegrand stellt das Herz eines unaufmerksamen Zuhörers dar. Wie beim festgetretenen Pfad besteht keine Möglichkeit, dass der Same Wurzel schlagen kann.
11. Was verhärtet unsere Herzen?
Hebräer 3,13
Anmerkung: Das Treiben der Welt mit ihren Vergnügungen und Sünden ist es, die das geistliche Leben und Wahrnehmungsvermögen der Seele lähmen und sie für die Verkündigung des Evangeliums unempfänglich machen. Obwohl die Menschen das Wort hören, so verspüren sie doch kein Bedürfnis und sie erkennen nicht, dass sich die gesprochenen Worte auf sie beziehen. Das Wort findet keinen Platz in ihrem Herzen. Es vermag nicht Wurzeln zu schlagen und Satan kommt und reisst den Samen weg.
12. Was geschah mit den Pflanzen auf dem steinigen Grund als die Sonne hochstieg?
Matthäus 13,6
Anmerkung: Weil der Erdboden nicht tief war, wurde er durch die Sonnenstrahlen erwärmt. Der Same keimte schnell und wuchs empor. Als die Pflanze grösser wurde, vermochte der Erdboden wegen der geringen Tiefe nicht die notwendige Feuchtigkeit und Nahrung zu spenden. Ebenso schnell wie die Pflanze emporgewachsen war, verdorrte sie nun. Viele, die ein Glaubensbekenntnis ablegen, sind mit dem steinigen Boden zu vergleichen. Ihr Herz wird durch die Verkündigung des Evangeliums angesprochen und sie haben Verlangen nach dem Lohn der Gerechten. Sie treffen ihre Entscheidung allerdings, ohne sich über den geforderten Preis im Klaren zu sein. Wenn Schwierigkeiten aufkommen, dann sind sie schnell entmutigt. Sie haben ihre Eigenliebe nicht überwunden. Auch sehen sie nicht wie überaus sündhaft die Sünde ist. Sie sind mit Leichtigkeit zu überzeugen. Sie gelten als vielversprechende Bekehrte. Aber ihr Glaube ist oberflächlich. Während kurzer Zeit bekunden sie grosse Freude, weil sie glauben, dass der Glaube sie vor Schwierigkeiten und Prüfung bewahren wird. Solange ihr Leben ruhig verläuft, gelten sie als ausgeglichene Christen. Aber sie können es nicht ausstehen, um Christi willen Vorwürfe und Tadel zu ertragen. Wenn das Wort Gottes ihre Lieblingssünde aufdeckt oder Selbstverleugnung und Opferbereitschaft von ihnen fordert, dann sind sie beleidigt und gekränkt. Sie verlieren die ewigen Dinge aus den Augen und gehen in die Welt zurück.
13. Was stellen die Dornen dar, die den guten Samen ersticken?
Lukas 8,14
Anmerkung: Hier mögen Dinge mit eingeschlossen sein, die in sich selbst nicht unbedingt falsch sein müssen. Sie treten aber an die erste Stelle und das Reich Gottes ist zweitrangig. Was immer unseren Geist anzieht und ihn von Gott abwendet ist der Seele feind.
Christen können und müssen Geschäfte tätigen. Sie können dies auch tun, ohne sich dabei zu versündigen. Wenn aber ihre ganze Anstrengung dem Geschäft gilt und geistliche Interessen durch Gewinnstreben vernachlässigt werden, dann trennen sie sich von Gott.
14. Welche Belehrung erteilt Christus jenen, die in diesem Leben nach Erfolg streben?
Matthäus 6,33
15. Für welche Menschen kam Jesus ausschliesslich?
Markus 2,17
16. Was geschieht, wenn wir das Wort Gottes bleibend in uns aufnehmen?
Lukas 8,8
Anmerkung: Der gute Boden stellt nicht Herzen dar, die frei von Sünde sind, sondern Herzen, die sich vom Heiligen Geist überführen lassen und auf seine Stimme hören. In diesem Sinne kann gesagt werden, dass sie Frucht bringen.
17. Wie unterscheiden sich wahre Christen von blossen Bekennern?
Matthäus 7,16-18
Anmerkung: Ein blosses Glaubensbekenntnis ohne entsprechende Taten hat keinen Wert. Jene, die das Wort Gottes gehört und es in ihr Herz aufgenommen haben, werden durch gute Werke den Beweis erbringen.
18. Was wird am Ende mit jenen geschehen, die keine guten Früchte bringen?
Matthäus 7,19
Anmerkung: Wenn wir vorgeben, mit Christus verbunden zu sein, aber dem geoffenbarten Willen Gottes gegenüber ungehorsam sind, dann werden wir schliesslich den Lohn für unseren Ungehorsam empfangen. Siehe Matthäus 7,21-23.
19. Was kann das Wort Gottes im Herzen in unserem Leben zustande bringen?
Psalm 119,11
Anmerkung: Die Wahrheit bewirkt, dass der Mensch von seinen Sünden, seinen ererbten und anerzogenen Neigungen zum Falschen freigemacht wird. Er wird über die Schwachheit seiner natürlichen Neigungen erhoben. "... die Anschläge und alle Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alle Vernunft [Gedanken] unter den Gehorsam Christi ..." 2. Korinther 10,5.
20. Wie ist unser Wandel, wenn Christus durch sein Wort in unseren Herzen wohnt?
1. Johannes 2,6
21. Was sagt der Apostel Petrus über das Leben Christi?
1. Petrus 2,21-23
Es bleibt uns überlassen, Gottes Wort anzunehmen und es festzuhalten. Wir sollen uns seiner Herrschaft vollständig ausliefern, dann wird dessen Absicht in uns erfüllt werden. Wenn das Herz zur Wahrheit bekehrt ist, dann geht das Werk der Umwandlung weiter. Beständige Hingabe und Frömmigkeit schaffen eine so enge Beziehung zwischen Jesus und seinen Nachfolgern, dass der Christ in Gesinnung und Charakter seinem Meister gleich wird.