Lektion 26 - Die Eigenschaften des Reiches Christi
Christus kam nicht auf diese Welt, um die Wahrheit erst ins Leben zu rufen. Die Wahrheit war schon da. Er kam auch nicht, um das, was die Patriarchen und Propheten geweissagt und bezeugt hatten, abzuschaffen. Denn er selber war der Urheber dieser Wahrheiten und er selber hatte durch diese Männer gesprochen. Jeder einzelne Wahrheitspunkt, köstlich wie eine Perle, stammt von Christus. Aber die Menschen haben diese kostbaren Edelsteine der Wahrheit dazu verwendet, ihre eigenen Überlieferungen und ihren Aberglauben zu zieren. So wurden die von Christus stammenden Wahrheiten in einen falschen Zusammenhang gebracht und es entstand ein ganz anderes, falsches Bild. Das den Menschen gegebene köstliche Licht wurde zur Unterstützung des Irrtums verwendet. Aber Christus kam, um seine Juwelen der Wahrheit aus der Einfassung des Irrtums herauszulösen und sie wieder in den Rahmen der Wahrheit einzufügen.
Als Jesus seinen Dienst auf Erden antrat, war die volkstümliche Meinung über den Messias und sein Werk so, dass das Volk völlig unvorbereitet war um ihn zu empfangen. Die Juden warteten nicht auf einen Erlöser, der sie von ihren Sünden befreit. Sie träumten vielmehr von einem grossen Prinzen, der sie zu nationaler Grösse und Ehre führen und von ihren Feinden befreien würde. Daher kommt es, dass ein grosser Teil der Predigten Christi von den Eigenschaften seines Reiches handelte, und was es bedeutet, ein Teil dieses Reiches zu werden.
Das Gleichnis vom Sämann hatte in den Gemütern der Menschen viele Fragen hinterlassen. Viele waren zum Schluss gekommen, dass Jesus kein irdisches Reich aufrichten würde. Es herrschte allgemeine Bestürzung. Und um diese Fragen zu beantworten versuchte Christus ihre Gedanken von der Hoffnung auf ein irdisches Reich und eine irdische Herrlichkeit abzulenken, hin zum Werk der göttlichen Gnade an den Herzen der Menschen.
1. Mit welchem materiellen Gegenstand verglich Jesus sein Reich?
Matthäus 13,44
Anmerkung: In alter Zeit war es Brauch, dass Menschen ihre Schätze wegen Raub und Diebstahl oder politisch unsicherer Lage in der Erde vergruben. So kam es, dass der Schatz oft in Vergessenheit geriet oder dass der Eigentümer starb und das Vermögen, das zu verwahren so viel Mühe kostete, wurde dem glücklichen Finder überlassen.
2. Wieviel gab dieser Mann hin um den begehrten Schatz zu erwerben?
Matthäus 13,44
3. Leiden wir Mangel an materiellen Gütern, wenn wir alles für Christus aufgeben?
Matthäus 6,31-33
Anmerkung: Christen sollten sich nicht ständig Sorgen machen bezüglich der Notwendigkeiten des täglichen Lebens. Wenn die Menschen Gott lieben, ihm gehorchen und ihren Teil dazu beitragen, dann wird Gott für all ihre Bedürfnisse aufkommen. In Christus wurde uns der ganze Himmel geschenkt. Der himmlische Vater, der selbst seinen eigenen Sohn nicht verschonte wird denen die rechtschaffen wandeln nichts Gutes vorenthalten.
4. Wem ist das Evangelium verborgen?
2. Korinther 4,3.4
Anmerkung: Wenn die Menschen an der Ungerechtigkeit Gefallen finden, dann fühlen sie kein Bedürfnis, sich durch Gebet und Nachdenken anzustrengen, die Wahrheit zu verstehen, die für ihre Errettung notwendig ist. Sie sind so lange unter dem Einfluss des Feindes gestanden, dass sie die Wahrheit nur unklar erkennen - so wie man einen Gegenstand durch ein beschlagenes Fenster auch nur undeutlich wahrnimmt. Ihren Augen erscheint alles dunkel und verkehrt.
5. Wo liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen?
Kolosser 2,2.3
Anmerkung: Alle Bedürfnisse und Sehnsüchte des menschlichen Herzens in Bezug auf diese und die zukünftige Welt, werden in Jesus gestillt.
6. Wie sieht der natürliche Mensch geistliche Wahrheit?
1. Korinther 1,18
7. Wie steht das natürliche Herz zu Gottes Autorität?
Römer 8,7
8. Was können die Nachfolger Christi von dieser Welt erwarten?
Johannes 15,19
Anmerkung: Das himmlische Licht gereicht all jenen zur Verdammnis, die sich weigern darin zu wandeln. Wenn sie durch das Beispiel derer getadelt werden, die die Sünde hassen, dann werden jene, die sich gegen die Wahrheit entscheiden, zu Werkzeugen Satans. Sie quälen und verfolgen die Getreuen.
9. Wie beschrieb Christus den Weg, der zum ewigen Leben führt?
Matthäus 7,13.14
Anmerkung: Wenn die Menschen sowohl die Welt als auch Christus haben könnten, dann wären viele bereit, ihn anzunehmen. Aber zwischen der Welt und den Nachfolgern Christi muss es eine klare und deutliche Trennungslinie geben.
10. Warum kann der natürliche Mensch göttliche Dinge nicht erkennen?
1. Korinther 2,14
Anmerkung: Christus sah, dass die Menschen von Gewinnsucht vollständig in Anspruch genommen waren. Sie verloren die ewigen Dinge aus den Augen. Ihre Pläne waren selbstsüchtig und ehrgeizig. Ihnen fehlte der Glaube und die Schätze des Wortes Gottes blieben ihnen verborgen.
11. Wann erst können wir geistliche Dinge verstehen?
Johannes 3,3
12. Es ist offensichtlich, dass diese Veränderung nicht wörtlich zu verstehen ist. Auf was bezieht sie sich demnach?
Epheser 4,21-24
13. Welche zwei Dinge sind mit dieser Wiedergeburt fest verbunden?
Johannes 3,5
Anmerkung: Siehe auch Titus 3,5.
14. Durch welche Handlung "ziehen wir Christus an"?
Galater 3,27
15. An welchem Geschehen haben wir Anteil, wenn wir in Christus getauft sind?
Römer 6,3
16. Welche Bedeutung hat diese Taufhandlung?
Römer 6,4
Anmerkung: Die Taufe ist eine Verordnung des Evangeliums die an den Tod, an das Begräbnis und an die Auferstehung Christi erinnert. In der Taufe wird öffentlich bezeugt, dass der Täufling mit Christus gekreuzigt, mit ihm begraben (unter Wasser getaucht) und mit ihm auferstanden ist (aus dem Wasser wieder emporgehoben) um in einem neuen Leben zu wandeln.
17. Wie wurde Christus getauft?
Markus 1,9.10
Anmerkung: Nur die Taufe durch vollständiges Untertauchen im Wasser bringt die Erfahrung des Gläubigen (Tod, Grablegung, Auferstehung) richtig zum Ausdruck. Christus und die Urgemeinde haben diese Art der Taufe (durch Untertauchen) praktiziert.
18. Welche Anweisung gab Petrus den bussfertigen Zuhörern zu Pfingsten?
Apostelgeschichte 2,38
19. Was soll der Gläubige tun, nachdem er mit Christus in Tod, Begräbnis und Auferstehung vereint ist?
Kolosser 3,1.2
20. Wer lebt dann im Gläubigen? Was sagt die Bibel?
Galater 2,20
21. Welches war der letzte Auftrag, den Jesus seinen Jüngern erteilte?
Matthäus 28,18-20
22. Was tat Paulus einst mit Menschen, die getauft wurden bevor sie das volle Evangelium vernahmen?
Apostelgeschichte 19,3-5
23. Hat die Taufe ohne Glauben irgendeinen Wert?
Markus 16,16
Anmerkung: Die Kindertaufe ist bedeutungslos, weil kleine Kinder noch nicht den im Worte Gottes beschriebenen Glauben vorweisen können. Ein Kind kann wohl dem Herrn geweiht werden, wie dies bei Jesus geschah. Siehe Lukas 2,22. Aber die Taufe hat nur dann einen Sinn, wenn der Gläubige durch diese Handlung seinen Glauben zum Ausdruck bringt. Siehe Hebräer 11,6.
24. Was erwartet Jesus von uns, wenn er uns vor seinem Vater bekennen soll?
Matthäus 10,32