Lektion 36 - Der Tempel Gottes

In der Bibel werden uns drei verschiedene Tempel vor Augen geführt. Der erste war die von Mose erbaute Stiftshütte in der Wüste. Danach trat der von Salomo erbaute Tempel an diese Stelle und nach der babylonischen Gefangenschaft wurde der zerstörte salomonische Tempel durch Serubabel wiederaufgebaut. Dieser Tempel war ein Vorbild oder ein Schatten auf den himmlischen Tempel, in dem Christus einmal seinen Dienst verrichten würde. Doch Christi Dienst im Himmel muss in gleicher Weise auch im lebendigen Tempel, den sein Volk hier auf Erden darstellt, vollzogen werden. Von diesen drei Tempeln ist sein Volk der wichtigste. Alle Handlungen in der irdischen Stiftshütte waren ein Symbol des Werkes das Christus jetzt im Himmel für uns tut. Die Reinigung seiner Gemeinde auf Erden war stets der Mittelpunkt des Heiligtumsdienstes. Wenn wir dieses Werk nicht verstehen und mit unserem Hohenpriester im Himmel nicht zusammenarbeiten, dann werden wir auf die kommenden Gerichte genauso wenig vorbereitet sein, wie einst die Juden auf die Zerstörung Jerusalems, die im Jahre 70 n.Chr. über sie kam.

1. Warum forderte Gott das Volk Israel auf, ihm ein Heiligtum zu bauen?

2. Mose 25,8

Anmerkung: Das Werk an der Stiftshütte war ein vollkommenes und wurde mit Weisheit ausgeführt. Das Volk Gottes auf Erden soll mit ebenso grosser Sorgfalt daran arbeiten, ihre Herzen vorzubereiten, damit der Heilige Geist in ihnen wohnen kann. In allem, was mit der Stiftshütte zusammenhing, sollte das Volk Gottes Absicht mit dem einzelnen Menschen erkennen und verstehen.

2. Was soll unser Leib sein? Was sagt Paulus?

1. Korinther 6,19.20

Anmerkung: Es gibt viele Menschen, die den direkten Zusammenhang zwischen ihrer körperlichen Gesundheit und ihrer geistlichen Verfassung nicht erkennen. Aber die Bibel zeigt uns, dass der Tempel unseres Leibes nicht uns, sondern Gott gehört. Wir gehören ihm in doppelter Hinsicht. Erstens, weil er uns geschaffen hat, und zweitens, weil er uns erlöst hat. Er wünscht sich, durch den Heiligen Geist in uns zu wohnen. Er möchte, dass wir ihn mit unserem Leib, den er uns geschenkt hat, ehren.

3. Wie sollen wir also mit unserem Körper umgehen?

Römer 12,1

4. Was wird Gott tun, wenn wir den Tempel unseres Leibes verunreinigen?

1. Korinther 3,16.17

5. Was ist der Wille Gottes für unser körperliches Wohlbefinden?

3. Johannes 2

6. Achtet Gott darauf was wir essen?

1. Korinther 10,31

7. Welche Nahrung wies Gott dem Menschen im Anfang zu?

1. Mose 1,29

Anmerkung: Als Gott den Menschen schuf gab er ihm auch ausdrückliche Anweisungen, wie er seine Gesundheit erhalten konnte. Und bis heute ist es niemand gelungen, die Nahrung, die Gott ursprünglich für den Menschen ausersehen hatte, zu übertreffen. Die führenden Ernährungsfachleute sind sich darin einig, dass Getreide, Früchte, Nüsse und Gemüse die beste Kost für den Menschen bilden.

8. Wann erlaubte Gott den Menschen Fleisch zu essen?

1. Mose 8,13; 9,1-3

Anmerkung: Aus diesen Worten geht klar hervor, dass es bis zu diesem Zeitpunkt (die Zeit der Sintflut) nicht Gottes Absicht und Plan war, dass Fleisch Bestandteil der Nahrung für den Menschen sein sollte.

9. Welche Anordnung traf Gott, als er dem Menschen den Fleischgenuss gestattete?

1. Mose 7,1.2

Anmerkung: Viele sind der Annahme, dass Gott nur dem jüdischen Volk verboten habe, unreine Tiere zu essen. Aber das Gesetz über die reinen und unreinen Tiere existierte bereits in den Tagen Noahs, als noch keine Juden da waren. Hätten Noah und seine Familie von den unreinen Tieren gegessen, dann wären diese Tierarten ausgestorben, denn von den unreinen Tieren nahmen sie nach Gottes Anweisung nur je ein Pärchen mit in die Arche, während von den reinen Tieren je sieben Pärchen mit in die Arche genommen wurden. Gott hatte vorgesorgt, dass Noah und seine Familie auch nach der Flut ihre Nahrung hatten, wenn noch keine Pflanzen zum Essen da sein würden, weil diese durch die Sintflut zerstört wurden. Sie mussten zuerst wieder säen und anpflanzen. Und bis zum Einbringen ihrer ersten Ernte dauerte es eine bestimmte Zeit.

10. Welche zwei Merkmale lassen erkennen, ob ein (Land)tier rein ist?

3. Mose 11,3

Anmerkung: Die nachfolgenden Verse zeigen klar, dass nur e i n Merkmal allein nicht genügte, damit ein Tier als rein gelten konnte. Es mussten b e i d e Merkmale vorhanden sein.

Die Tatsache, dass Gott gesagt hatte "Ihr dürft von allen Tieren essen" wird von vielen so gedeutet, als wäre jeder frei in der Auswahl seines Fleisches. Beachte aber, dass Gott einen Vergleich mit den Pflanzen macht. Dabei verordnete er auch, dass "alles grüne Kraut" dem Menschen zur Nahrung gegeben sei. Siehe 1. Mose 9,3. Wir wissen aber, dass es gewisse Pflanzen gibt, bei denen es nicht ratsam wäre davon zu essen, weil sie giftig sind. Wir würden nicht im Traum daran denken, solche Pflanzen zu geniessen. Wenn Gott sagte, dass sie von allen Tieren essen durften, so ist ganz klar, dass sich dies nur auf die reinen Tiere beziehen konnte. Sieht man diese Aussage im Gesamtzusammenhang, dann ergeben sich keine Widersprüche, denn Gott widerspricht sich nicht.

Ein anderes Beispiel haben wir in 2. Mose 16, wo das Wunder mit dem Manna beschrieben wird. Gott sagte zu Mose, dass das Volk an jedem Tag eine gewisse Menge Manna sammeln sollte, um den Tagesbedarf zu decken. Wenn wir nur ein paar Verse weiterlesen, dann sehen wir, dass sich diese Regelung bloss auf die sechs Arbeitstage bezog. An jedem Tage sollten sie die benötige Menge sammeln, und am sechsten Tag doppelt so viel. Damit wollte Gott sie prüfen und sehen, ob sie seiner Stimme gehorchen. Sie brachten damit ihre innere Haltung gegenüber Gottes heiligem Gesetz und seiner Autorität zum Ausdruck.

11. Wodurch unterscheiden sich die reinen und unreinen Tiere die im Wasser leben?

3. Mose 11,9

12. Welche Teile eines Tieres sollten die Menschen nie essen?

1. Mose 9,4; 3. Mose 3,17

13. Aus welchem Grund schränkte Gott die Nahrung für die Hebräer ein?

5. Mose 14,2.3

Anmerkung: Es ist unmöglich, dass der Mensch seinen Leib als ein lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer darbringen kann, solange er Gewohnheiten frönt, die die körperlichen, geistigen und sittlichen Kräfte vermindern. Unser Körper ist das Mittel, durch das Geist und Seele für die Charakterbildung entwickelt werden. Darum ist der Teufel besonders darauf aus, mit seinen Versuchungen gerade die körperlichen Kräfte des Menschen zu schwächen.

14. Welchen Rat gibt Paulus selbst für gesunde Speisen?

1. Korinther 9,25

Anmerkung: Halten wir auch beim Essen guter Speisen nicht Mass, dann schwächt das den Körper und die Fähigkeit klar zu denken wird stark beeinträchtigt.

15. Wie wirkt sich Frohsinn auf die Gesundheit aus?

Sprüche 17,22

16. Welchen Nutzen zieht der Mensch aus körperlicher Arbeit?

Prediger 5,11

17. Was schreibt Salomo über den Genuss alkoholischer Getränke?

Sprüche 23,31.32

Anmerkung: Viele Christen vertreten die Auffassung, dass die Bibel mässiges "Trinken" gestatte. Als Grund dafür wird der Begriff "Wein" in der Bibel angeführt. Aber bei dem allem müssen wir berücksichtigen, dass der Ausdruck Wein in der Bibel sowohl auf vergorene wie auch auf unvergorene Getränke angewendet wird. Der Wein, der in der Bibel als Segen dargestellt wird, ist der neue Wein in den Schläuchen. Das bezieht sich auf frisch ausgepressten Traubensaft. Siehe Jesaja 65,8. Aber ein Getränk, das uns berauscht und unsere Sinne umnebelt, kann ganz bestimmt nicht ein Segen sein. Jesus hat im Neuen Testament nie den von Gott eingegebenen und im Alten Testament aufgezeichneten Warnungen widersprochen. Als Schöpfer hat er den Genuss eines Getränks, das die sittlichen Schranken niederreisst und unsere Verstandeskraft lähmt niemals gutgeheissen.

18. Als was bezeichnet Paulus die Mässigkeit?

Galater 5,22.23

19. Welchen Rat in Bezug auf Reinheit gab Paulus dem Timotheus?

1. Timotheus 5,22

Anmerkung: Gott hat uns zum Verwalter und Bewahrer unseres Körpers gemacht. Dieser Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Jede Gewohnheit, die unsere körperliche Kraft schwächt, wirkt sich auch negativ auf unseren Geist aus. Und dies wiederum zieht auch unser geistliches Leben in Mitleidenschaft. Ob es sich dabei um den Genuss von bewusstseinsverändernden Drogen, Nikotin oder Kaffein handelt spielt keine Rolle. Alle sind einer guten Gesundheit feind und werden daher im Worte Gottes untersagt.

Jeder, der durch Unmässigkeit oder irgendwelches Laster seine Gesundheit geschädigt hat, kann Gott nicht in einer Art und Weise ehren, wie wenn er seine körperlichen Kräfte bewahrt und sie in den göttlichen Dienst gestellt hätte. Daher haben wir eine Aufgabe und eine moralische Verpflichtung, uns ins Bild zu setzen, wie wir unseren Körper in bestmöglichem Zustand erhalten und mit den Gesundheitsgesetzen in Übereinstimmung leben können. Wenn wir unser ganzes Wesen Gott unterstellen, dann wird er uns als seine "Werkzeuge der Gerechtigkeit" gebrauchen.

20. Wie können wir wissen, ob wir wirklich Christi Eigentum sind?

Römer 6,16

21. Was verheisst Gott denen, die seine Gesundheitsratschläge befolgen?

5. Mose 7,12.15

Anmerkung: Gott gab Israel eindeutige und klare Anweisungen in Bezug auf ihre Gesundheit und ihre Lebensgewohnheiten. Erfüllten sie diese Bedingungen, dann machte Gott seine Verheissungen an ihnen wahr. "Es war kein Gebrechlicher unter ihren Stämmen." Psalm 105,37.