Lektion 20 - Der Sabbat
Seit dem allerersten Aufkeimen des grossen Kampfes im Himmel war es Satans Absicht, das Gesetz Gottes niederzuwerfen. Um dies zu erreichen zettelte er einen offenen Aufruhr gegen den Schöpfer an. Und obwohl Satan aus dem Himmel ausgestossen wurde, hat er bis heute den gleichen Krieg auf Erden weitergeführt. Die Menschen zu betrügen, und sie auf diese Weise zur Missachtung und Übertretung des göttlichen Gesetzes zu verleiten ist das Ziel, das er seit jeher beharrlich verfolgt hat. Ob dies nun durch Verwerfung des ganzen Gesetzes oder nur eines Gebotes geschieht, das Resultat wird letzten Endes das gleiche sein.
Als die Menschen gegen den Schöpfer sündigten, mussten sie ihre schöne Heimat, den Garten Eden, verlassen. Es gab jedoch zwei Einrichtungen, die der Mensch aus dem Paradies mit sich nehmen durfte - die Ehe und der Sabbat.
1. Wann und von wem wurde der Sabbat eingesetzt?
1. Mose 2,1.2
2. Welche Rolle spielte Christus bei der Schöpfung?
Johannes 1,1-3; Hebräer 1,2
3. Was tat Gott, als er am siebenten Tag geruht hatte?
1. Mose 2,3
Anmerkung: Durch drei besondere Handlungen wurde der Sabbat eingesetzt. Gott ruhte an diesem Tag. Er segnete ihn und er heiligte ihn.
4. Für wen und zu wessen Wohl schuf Gott den Sabbat?
Markus 2,27
Anmerkung: In Eden hatte der Mensch ausser Acht gelassen, dass Gott sein Schöpfer war, und dass der Mensch in jeglicher Hinsicht von Gott abhängig war. Selbst das Leben hatte er dem Schöpfer zu verdanken. Indem Gott dem Menschen den Sabbat als Gedenktag der Schöpfung gab, versuchte er, uns stets vor Augen zu halten, dass alles was wir besitzen und was wir sind, von ihm stammt. Auf diese Weise zeigt uns Gott nicht nur, dass wir in allem von ihm abhängig sind, sondern auch seine grosse Liebe und seine Fürsorge für uns kommt hier zum Ausdruck.
5. Wie wird das Sabbathalten begründet?
2. Mose 20,11
6. Was verlangt das Sabbatgebot als eines der zehn Gebote?
2. Mose 20,8-10
7. Wofür ist der Sabbat ein Zeichen?
2. Mose 31,13
Anmerkung: Das Volk konnte das göttliche Gesetz nicht in eigener Kraft halten. Diese Tatsache hat sich immer und immer wieder im Leben aller, die je gelebt haben bestätigt. Der Sabbat soll uns vielmehr daran erinnern, dass wir uns in allen Dingen auf unseren Schöpfer verlassen müssen, auch dann, wenn es darum geht zu gehorchen. Wenn wir den Sabbat nicht heilighalten, dann ist sicher, dass wir auch das restliche Gesetz nicht halten werden. Denn wir lehnen jenes Zeichen ab, das Gott uns gegeben hat - das Zeichen, durch dessen Annahme wir zum Ausdruck bringen, dass wir von Gott abhängig sind um überhaupt gehorchen zu können.
8. Wie sondert Gott jene die ihn anbeten von den Götzenanbetern ab?
Hesekiel 20,20
Anmerkung: Wenn die Menschen die Wahrheit verwerfen, dann verwerfen sie auch den Urheber dieser Wahrheit. Wenn sie das göttliche Gesetz mit Füssen treten, dann weisen sie auch die Autorität des Gesetzgebers ab. Götzendienst existiert heute ebenso in der christlichen Welt, wie damals in Israel während den Tagen Elias. Einzig die Form hat sich geändert. Es ist ebenso leicht, sich aus falschen Lehren und Theorien einen Götzen zu bilden, wie aus Holz oder Stein.
9. Hat Jesus das Gesetz in irgendeiner Hinsicht verändert?
Matthäus 5,17.18
10. Was sagt Jesus von denen, die den Gesetzesgehorsam als unwichtig hinstellen?
Matthäus 5,19; 15,9
11. Wird Gott uns annehmen, wenn wir nur neun Gebote halten?
Jakobus 2,10
12. Was war Christi Gewohnheit am Sabbat?
Lukas 4,16
13. Sollten die Jünger den Sabbat auch nach der Auferstehung Jesu halten?
Matthäus 24,15-20
Anmerkung: Jerusalem wurde 70 n.Chr. zerstört. Doch Jesus wies seine Nachfolger an, vorher auf sein Zeichen hin aus Jerusalem zu fliehen und dafür zu beten, dass die Flucht nicht im Winter oder "am Sabbat" geschehe. Nach einem zuverlässigen Bericht von Grätz, einem jüdischen Geschichtsschreiber, flüchteten die Jünger Jesu am Mittwoch, 7. Oktober des Jahres 66 n.Chr., 35 Jahre nach Christi Auferstehung. Daraus können wir sehen, dass Jesus auch in unserer Zeit erwartet, dass seine Nachfolger den Sabbat halten.
14. An welchem Tag besuchten Paulus und Barnabas die Synagoge in Antiochien?
Apostelgeschichte 13,14
15. Worum baten die Heiden nachdem Paulus seine Predigt beendet und die Juden die Synagoge verlassen hatten?
Apostelgeschichte 13,42
Anmerkung: Das war mindestens 15 Jahre nach dem Tod und der Auferstehung Jesu. Alle Juden hatten die Versammlung verlassen. Und da Paulus von Gott dazu berufen war, besonders unter den Heiden zu wirken, hätte ihn nichts daran gehindert, für den folgenden Tag (d.h. für den Sonntag) eine Versammlung anzuberaumen. Wenn der Sonntag wirklich der christliche Sabbat gewesen wäre, dann wäre ein solches Vorgehen absolut logisch gewesen. Aber die Tatsache ist, dass Paulus dies nicht getan hat. Die Heiden wussten, dass Paulus den Sabbat gemäss der Schrift hielt. Darum baten sie ihn, ihnen am nächsten Sabbat mehr zu sagen.
16. An welchem Tag erfüllte Paulus diese Bitte der Heiden?
Apostelgeschichte 13,44
17. An welchem Tag hielten die Frauen in Philippi ihre Gebetsversammlungen?
Apostelgeschichte 16,13
18. An welchem Tag hielt Paulus üblicherweise seine Gottesdienste ab?
Apostelgeschichte 17,1.2; 18,4
19. Was hält Jesus von einer Anbetung, die sich auf Traditionen stützt und nicht auf seine Gebote?
Markus 7,7.9
20. Wie können wir zeigen, dass wir tatsächlich eine lebendige Verbindung mit Jesus haben?
1. Johannes 2,3
21. Wann wird jemand für die Übertretung des göttlichen Gesetzes verantwortlich gemacht?
Jakobus 4,17
22. Wie urteilt Gott über jene, die sein heiliges Gesetz unwissentlich übertreten haben?
Apostelgeschichte 17,30.31
23. Wozu fordert uns die Botschaft aus der Offenbarung, "die Stunde seines Gerichts ist gekommen", besonders auf?
Offenbarung 14,6.7
Anmerkung: Wir sind aufgefordert, Gott als Schöpfer anzubeten. Und der Sabbat ist das einzige von Gott gegebene Zeichen, durch dessen Annahme wir dem Schöpfer unsere Achtung erweisen können. Um auf das in Offb. 14,7 erwähnte Gericht vorbereitet zu sein, ist es nötig, das Gesetz Gottes zu beachten und der Glaube an Jesus Christus ist notwendig, um das göttliche Gesetz halten zu können.
24. Wem wird das himmlische Erbe zugesagt?
Offenbarung 22,14
Der Sabbat wurde dem Menschen bei der Schöpfung gegeben. Unter lauten Donnerschlägen wurde er am Sinai nochmals verkündet. Auf all den Seiten in der Heiligen Schrift ist kein Befehl zu finden, wonach der Sabbat abgeschafft oder in irgendeiner Weise verändert worden wäre. Der Herr hat uns nicht angewiesen, diesen Tag zu verdrängen und einen andern an seine Stelle zu setzen. Der Sabbat ist das Gedenkzeichen seiner Schöpferkraft oder der uns heiligenden Macht. Siehe 2. Mose 31,13.17. In den allerletzten Tagen werden viele behaupten, Verbindung mit Christus gehabt zu haben (siehe Matthäus 7,22.23). Doch sie werden feststellen müssen, dass Jesus sie nicht anerkennt. Denn gleich Kain haben sie ihre eigene Form der Anbetung gewählt anstatt Gott so zu ehren, wie er ihnen geboten hat. Siehe 1.Mose 4,3-7.
Sowie Gottes Gesetz ewig ist, so ist es auch sein Charakter. Es ist eher denkbar, dass ein Land seine Gesetze abschafft und dem Volk erlaubt, so zu handeln wie es ihnen gefällt, als dass der Herrscher des Universums sein Gesetz für null und nichtig erklärt. Auf diese Weise hätte die Welt keinen Massstab mehr, nach dem der Schuldige verurteilt, der Gehorsame aber freigesprochen wird. Der die Welt in Weisheit und Liebe regiert, ist ein Gott, der sich nicht verändert. Siehe Maleachi 3,6. Er schafft nicht heute ab, was er gestern nachdrücklich eingeschärft hat. Es kann sein, dass das Gesetz Gottes ausser Acht gelassen wird, dass Menschen es verabscheuen, verwerfen und mit Füssen treten. Aber es bleibt der grosse Massstab der Gerechtigkeit, der unveränderlich und unzerstörbar ist.